Die Förderung der Oldenburger Kreativwirtschaft durch die Vernetzung von Kreativen und Kooperationen mit klassischen Unternehmen ist das Ziel von cre8 oldenburg. Derzeit gefördert durch die EU im Rahmen des Projekts Creative City Challenge (CCC) und die Initiative zur Förderung der Informations- und Kommunikationswirtschaft in Niedersachsen, ikn2020, soll dieses Thema auch weiterhin einen Schwerpunkt in Oldenburg bilden. Auch die Förderung kreativer Stadtviertel – in Oldenburg das Bahnhofsviertel – ist Intention des EU-Projekts, das über die Wirtschaftsförderung mit Einbindung von Stadtplanung und Kultur der Stadt Oldenburg läuft.
Die bisherige Konzeptentwicklung für cre8 oldenburg wurde seit Anfang 2010 von der Wirtschaftsförderung gemeinsam mit Vertretern aus verschiedenen Kreativbereichen sowie der klassischen Wirtschaft und der Wissenschaft in einem Workshop und weiteren Treffen vorbereitet. In diesem Prozess erfolgt eine Schwerpunktsetzung auf die Themen Treffpunkt, Informationsplattform, Events und Unterstützung für Einsteiger, in deren Rahmen die verschiedenen Aktivitäten stattfinden.
In Oldenburg läuft noch ein weiteres CCC-Projekt, für das die Kulturetage Oldenburg verantwortlich ist. Schwerpunkte sind sozio-kulturelle Aktionen und künstlerische Interventionen im Bahnhofsviertel. Beide Projektpartner tauschen sich regelmäßig aus und kooperieren in verschiedenen Bereichen.
Ein wichtiger Baustein für cre8 oldenburg ist diese Internetplattform, die unter anderem die Möglichkeiten einer effektiven Vernetzung bietet und deren Datenbank das Potenzial der hiesigen Kreativwirtschaft offenbart. Alle Kreativen sind eingeladen aktiv mitzumachen.
Creative City Challenge – Networking auf EU-Ebene
Creative City Challenge (CCC) ist ein bis Ende August 2012 laufendes Projekt im Rahmen des Europäischen Interreg IV B Programms, das sich auf die Förderung von Unternehmen aus dem Kreativsektor in der Nordseeregion konzentriert und transnational angelegt ist.
Die zwölf Projektpartner kommen aus zehn Städten in sechs verschiedenen Ländern. Sie stammen aus öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft und führen im Rahmen des Projektes gemeinsame und eigene lokale Aktivitäten durch.
Grundsätzliches Ziel des Gesamtprojektes ist es, Kreativität und Innovation im Nordseeraum zu fördern, indem das Potenzial freigesetzt wird und die Ergebnisse von Aktivitäten analysiert und verbreitet werden. Durch daraus resultierende Strategien soll die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Städten gestärkt und die Kreativbranche nachhaltig gefördert werden.
Die elf Teilbranchen der Kreativwirtschaft
1. Musik (selbstständige Musiker/innen, Komponist/innen; Musik- und Tanzensembles; Verlage von bespielten Tonträgern und Musikverlage; Theater- und Konzertveranstalter; Betrieb von Theatern, Opern, Schauspielhäusern usw., sonstige Hilfsdienste des Kultur- und Unterhaltungswesens; Einzelhandel mit Musikinstrumenten und Musikalien)
2. Buch (selbstständiger Schriftsteller/innen; Buchverlage; Einzelhandel mit Büchern)
3. Kunst/Kunstmarkt (selbstständige bildende Künstler/innen; Kunsthandel; Museumsshops und Kunstausstellungen)
4. Film (selbstständige Bühnenkünstler/innen; Film-/TV- und Videofilmherstellung; Filmverleih- und Videoprogrammanbieter; Kinos)
5. Rundfunk (selbstständige Journalist/innen; Rundfunkveranstalter, Hersteller von Hörfunk- und Fernsehprogrammen)
6. Darstellende Künste (selbstständige Bühnenkünstler/innen; selbstständige Artist/innen; Theaterensembles; Theater-/Konzertveranstalter; Betrieb von Theatern, Opern, Schauspielhäusern etc.; Varietés und Kleinkunstbühnen; sonstige Hilfsdienste des Kultur- und Unterhaltungswesens; Tanzschulen; weitere Kultur-/Unterhaltungseinrichtungen wie Zirkus, Akrobaten, Puppentheater)
7. Design (Industriedesign, Produkt-/Mode-/Grafikdesign; Kommunikationsdesign/Werbegestaltung)
8. Architektur (Architekturbüros für Hochbau und Innenarchitektur; Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung; Architekturbüros für Garten- und Landschaftsplanung)
9. Presse (selbstständige Journalist/innen; Korrespondenz- und Nachrichtenbüros; Verlage von Adressbüchern; Zeitungsverlage; Zeitschriftenverlage; sonstiges Verlagswesen)
10. Werbung (Werbegestaltung; Werbevermittlung)
11. Software/Games (Verlegen von Software; Softwareberatung und -entwicklung)
( ) Sonstige (z.B. selbstständige Restaurator/innen; Bibliotheken/Archive; Betrieb von Denkmalstätten; botanische und zoologische Gärten sowie Naturparks; Schaustellergewerbe und Vergnügungsparks)
Quelle: Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2009, herausgegeben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI), Juli 2010







